Peter Hommelhoff, Klaus J. Hopt, Axel von Werder
Handbuch Corporate Governance Schmidt (Otto), Köln - 1.Aufl. - 2003
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Corporate Governance ist entgegen einer in der Praxis und teilweise auch in der Wissenschaft verbreiteten Meinung nicht nur eine Angelegenheit von Kodices und soft law, so wichtig diese sind. Corporate Governance resultiert weitergehend aus den gesetzlichen Rahmenbedingungen, die in Deutschland vor allem das Aktien- und das Mitbestimmungsrecht (sogenannte interne Corporate Governance) und mittlerweile auch das seit 1.1.2002 geltende Wertpapiererwerbs- und übernahmegesetz (WpÜG) über den Markt für Unternehmenskontrolle (externe Corporate Governance) setzen, aber auch und besonders aus der praktischen Handhabung der Unternehmensführung und -kontrolle innerhalb der rechtlichen und anderen Rahmenbedingungen. | Für die Unternehmen ist eine gute Corporate Governance nicht nur eine Sache der Befolgung von Gesetzen und Kodices, sondern eine Frage der eigenen Leistungsfähigkeit und des Wettbewerbs am deutschen und internationalen Markt. Für sie kommt es also darauf an, nicht nur Normen zu beachten, sondern Probleme zu erkennen und ihre internen Strukturen und Abläufe so zu organisieren, daß ihre Corporate Governance ihren jeweiligen Besonderheiten am ehesten entspricht. Im Hinblick darauf haben sich die drei Herausgeber - zwei Juristen und ein Ökonom - zusammengetan, um den Unternehmen und allen mit der Wissenschaft und Praxis der Corporate Governance in Deutschland Befassten den rechts- und wirtschaftswissenschaftlichen State of the Art der Corporate Governance zugänglich zu machen. Sie haben zu diesem Zweck 39 deutsche und aus der Schweiz, Belgien und den USA kommende Autoren aus den Rechts- und Wirtschaftswissenschaften, aus der Unternehmens-, Bank- und Investmentpraxis, aus der Rechtsanwaltschaft, dem Wirtschaftsprüferstand und aus dem Bundesgerichtshof zusammengerufen. Diese haben es unternommen, die zahlreichen, sehr verschiedenen Probleme, die sich den Unternehmen und allen Beteiligten mit der Corporate Governance stellen, jeweils aus wirtschaftswissenschaftlicher und rechtlicher Sicht zu beleuchten. Ausgangspunkt sind die Regelungsquellen und Regelungsebenen der Corporate Governance (Märkte, Recht und außerrechtliche Regeln) sowie die Ziele und Bezugsgruppen des Unternehmens einschließlich der deutschen Arbeitnehmermitbestimmung. Auf diesem Hintergrund befasst sich das Handbuch dann schwerpunktmäßig mit den praktischen Problemen der Führung und Kontrolle durch Vorstand und Aufsichtsrat im unabhängigen und im Konzernunternehmen. Corporate Governance bedarf nicht nur der Einrichtung, sondern der laufenden Pflege, aber auch der Transparenz, Prüfung und Kommunikation, und sie muss laufend verbessert, also evaluiert, und effektiv durchgesetzt werden. Jeder dieser Problemkreise wird in diesem Handbuch - in der Regel durch ein Tandem von Wirtschafts- und Rechtswissenschaftlern bzw. -praktikern - mit den notwendigen weiterführenden Hinweisen abgehandelt. Mit dem Corporate Governance Handbuch wollen die Herausgeber den Unternehmen und allen, die mit Corporate Governance zu tun haben, ein Arbeitsinstrument an die Hand geben, das Zusammenhänge erschließt, auf Probleme hinweist, Problemlösungen anbietet und dort, wo heute noch keine Antworten möglich sind, Fragen stellt und Anregungen gibt. |
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